Refill, Drop und Garantien
Gekaufte Follower verschwinden wieder. Instagram räumt Konten in Wellen ab, und was heute gezählt wird, ist in einigen Wochen zum Teil weg — dieser Schwund heißt in den Katalogen Drop und ist der Grund, warum Refill überhaupt existiert.
Ein Refill-Fenster ist die Zusage, innerhalb einer Frist einmal nachzuliefern. Die Kataloge führen dafür sehr unterschiedliche Fristen, von wenigen Tagen bis zu „lifetime". Wichtig ist die Lesart: Es ist kein Ersatz für Schwund nach Ablauf der Frist, und es ist auch keine Zusage, dass nichts abfällt.
„Non Drop" ist die stärkste dieser Behauptungen und die am schwersten prüfbare. Aus dem Katalog lässt sich nur ablesen, dass sie im Namen steht — ob sie hält, zeigt sich erst Wochen nach einer Bestellung, und dieser Vergleich bestellt nicht.
Deshalb behandeln wir eine Refill-Angabe im Namen ohne passendes Feld nicht als Garantie, sondern als Zusage mit Umweg: Sie läuft über den Support, nicht über den Bestellvorgang. Wer auf planbare Nachlieferung angewiesen ist, filtert gezielt auf Angebote mit gesetztem Refill-Feld — und nicht auf das Recycling-Symbol im Titel.
Wie lange nachgeliefert wird: die Zusagen im Bestand
Wie lange ein Angebot nachliefert, steht im Angebotsnamen — als Frist in Tagen, als Dauerzusage, als ausdrückliches Nein oder gar nicht. Wir lesen diese Angabe aus jedem Titel und zählen sie über den Bestand dieser Seite. Was dabei entsteht, ist eine Sammlung von Zusagen des Verkäufers und keine Messung des Verbleibs: Bestellt und nachgezählt hat hier niemand. Vor der Bestellung ist es trotzdem die belastbarste Auskunft auf die Frage, was bleibt — sie sagt, worauf sich das Panel selbst festlegt.
Deshalb steht die Zahl der stillen Einträge immer daneben. Für Instagram-Follower liegt die Zahl der Einträge mit einer Frist in Tagen bei 2.338, die der Zusagen ohne Ablaufdatum bei 178, die der ausdrücklichen Absagen bei 1.029 — und die der Einträge, die zum Refill nichts sagen, bei 961. Zusammen decken die vier Gruppen den Bestand dieser Seite vollständig ab; ihre Summe liegt bei 4.506. Die letzte Gruppe ist meistens die größte, und ohne sie liest sich der Rest des Katalogs wie eine schwächere Zusage, obwohl dort überhaupt keine steht.
Ein ausdrückliches Nein ist etwas anderes als Schweigen. Wer „No Refill" in den Titel schreibt, hat die Frage beantwortet; wer nichts schreibt, hat sie offen gelassen — und eine Nachfrage beim Support kann in beiden Fällen anders ausgehen, als der Titel vermuten lässt.
Für die Frage, was nach einem Monat noch dasteht, zählt die Staffel und nicht der Einzelfall. Die Zahl der Einträge, die mindestens 30 Tage zusagen, liegt bei 2.438, die Zahl derer mit mindestens einem Jahr bei 608. In beiden Stufen sind die Dauerzusagen mitgezählt, weil eine Zusage ohne Ablauf jede Frist überdauert — eine Staffel, die sie ausließe, würde die stärksten Zusagen im Katalog kleiner rechnen, als sie sind. Addieren lassen sich die Stufen deshalb nicht: Die längere steckt vollständig in der kürzeren.
Das Fenster sagt, was zugesagt ist; das Refill-Feld der Schnittstelle sagt, ob du es selbst auslösen kannst. Beides beantwortet eine andere Frage und wird hier getrennt geführt: Die Zahl der Angebote, bei denen das Panel die Nachlieferung über seine eigene Schnittstelle meldet, liegt bei 1.252, und nur dort läuft sie ohne Ticket. Ein langes Fenster ohne gesetztes Feld ist keine leere Zusage, sondern eine mit Umweg über den Support.
Wie lang die befristeten Zusagen typischerweise ausfallen, sagt ihre Mitte: Der Median der Fenster mit Tagesangabe beträgt 30 Tage. Dauerzusagen bleiben aus dieser Rechnung heraus, und das ist keine Bequemlichkeit — ein Median über eine Menge, in der „unbefristet" mitsortiert, müsste festlegen, als wie viele Tage „für immer" zählt, und jede Antwort darauf wäre erfunden. Sie stehen deshalb als eigene Zahl daneben statt in dieser.